Mittel gegen Ameisen: Was hilft gegen Ameisen?

Wenn Sie die Nase voll von Ameisen in Ihrem Haus, Ihrer Küche oder sonst wo haben, dann möchte ich Ihnen nun zeigen, was Sie gegen Ameisen tun können und wie Sie diese schnell wieder loswerden.

Als wir die Ameisen im Haus hatten, habe ich allerhand getestet und bin dann letztendlich auf ein Mittel gestoßen, welches gegen die Ameisen geholfen hat.

Aber ein Video sagt oft mehr als tausend Worte:

Es handelt sich um den Celaflor Ameisen-Köder.

Wie funktioniert der Celaflor Ameisen-Köder?

Die zwei Dosen reichen für eine Fläche von 15m² und werden einfach in die Laufwege der Ameisen (Ameisen-Straße) gestellt. Durch den starken Geruch werden die Ameisen sehr schnell angelockt und laufen in die kleinen Öffnungen der Dose und holen sich das Gift und verfüttern es an ihre Brut in ihrem Nest.

Ich konnte es selbst erst gar nicht glauben, dass das funktionieren soll, da ich kaum glauben konnte, dass die Ameisen in diese kleinen Öffnungen krabbeln. Aber wie man im Video sieht, klappt das hervorragend. Bei mir hat es nur ca. eine Stunde gedauert und die Ameisen hatten die Fährte aufgenommen.

Das enthaltene Gift wirkt nicht sofort, so dass die Ameisen genügend Zeit haben es an ihre Brut zu verfüttern. So stellt man sicher, dass keine weiteren Ameisen nachkommen.

Wie wirkt das Ameisengift?

Der Celaflor Ameisen-Köder enthält ein insektizidhaltiges Ködergel mit 0,5 g/kg Fipronil.

Bei Fipronil handelt es sich um ein Kontaktgift, welches in vielen Ländern auch als Wirkstoff in Pflanzenschutzmitteln und Bioziden verwendet wird.

Das Gift gelangt über das Exoskelett der Ameise in deren Zentralnervensysten, wo es die Gamma-Aminobuttersäure (GABA) hemmt. Der Einstrom von Chloridionen wird dadurch gestört. Es kommt zu einer Übererregung der Ameise, welche zu ihrem Tod führt.

Wichtig zu wissen ist, dass Fipronil nur bei Wirbellosen wirkt. Bei Säugetieren, Vögeln oder Reptilien wirkt es nicht in diesen geringen Dosierungen. Zusätzlich kommen Haustiere und Kleinkinder durch die Dosen mit dem Mittel gar nicht in Kontakt. Der zuckerhaltige Lockstoff ist zudem mit Bittermitteln versehen, um anderen Tiere auf jeden Fall davon fernzuhalten.

Wie lange dauert es bis die Ameisen fort sind?

In der Regel dauert es nicht lange bis sich das Ameisenproblem gelöst hat.

Ich hatte die beiden Dosen abends hingestellt, wo ich dann auch das Video kurzerhand gedreht habe. Am nächsten Morgen waren keine Ameisen mehr zu sehen und es kam auch keine wieder.

Das Mittel wirkt auf jeden Fall innerhalb von 24 Stunden bei Kontakt mit der Ameise.

Wenn die Ameisen erst einmal die Fährte aufgenommen haben und gierig über den Ameisen-Köder herfallen, kann man damit rechnen, dass sich das Ameisenproblem schnell gelöst hat.

Ist das Ameisengift für Katzen, Hunde oder Menschen gefährlich?

Bei dem im Celaflor Ameisen-Köder enthaltenen Ködergel handelt es sich um Fipronil mit einer Konzentration von 0,5 g/kg. Das Mittel gegen Ameisen kommt auch in vielen Ländern zur Bekämpfung von Schädlingen in der Landwirtschaft zum Einsatz.

Laut Hersteller soll es allerdings nicht schädlich für Katzen, Hunde oder Kinder sein, sollten diese mit dem Mittel in Kontakt kommen.

Zudem befindet sich das Kontaktgel, auf das die Ameisen reagieren, in einer Plastikdose mit sehr kleinen Öffnungen, so dass Tiere und Kinder eigentlich keine Chance haben daran zu kommen.

Auch sind dem Ködergel Bitterstoffe beigemischt, welches Tiere und Menschen nicht mögen. Selbst im unwahrscheinlichsten Fall, dass sie es dann doch aufnehmen sollten, dann würden die Bitterstoffe dafür sorgen, dass sie davon nicht mehr aufnehmen. Und bei der geringen Konzentration von Fipronil kann eigentlich gar nichts passieren.

Als wir den Celaflor Ameisen-Köder im Einsatz hatten, war auch unser kleiner einjähriger Sohn sehr interessiert daran. Wir haben den Ameisen-Köder dann einfach solange hochgestellt und die Dose über die Nacht am Boden platziert. Am nächsten Morgen waren dann auch keine Ameisen mehr da und das Ameisenproblem hatte sich erledigt.

Wer also Tiere oder Kinder hat, muss sich laut Hersteller keine Sorgen darum machen,

  1. da das Ameisengift nur bei Wirbellosen wirkt und
  2. bei Säugetieren oder Vögeln nur in sehr hoher Konzentration Schäden verursachen kann,
  3. sich sicher in einer Dose mit sehr kleinen Öffnungen befindet und
  4. dem Ködergel auch Bitterstoffe beigemischt sind, die Tieren und uns Menschen nicht schmecken.

Ich kann den Celaflor Ameisen-Köder gerade auch aus diesem Grund sehr empfehlen, da das Gift sehr geschützt in der Dose ist und Familienmitglieder (wozu ich auch Haustiere zähle) somit nicht in Mitleidenschaft gezogen werden können.

Ameisen bekämpfen: Die Informationen helfen Ihnen WIRKLICH!

Wenn Sie ein Problem mit Ameisen in Ihrem Haus haben, dann sollten Sie jetzt weiterlesen. Ich erkläre Ihnen ausführlich, welche Mittel gegen Ameisen WIRKLICH helfen und wie Sie Ameisen wirkungsvoll bekämpfen!

Zimtpulver

Ameisen mögen angeblich keinen Zimt

Ameisen störten mich bisher eigentlich nicht besonders stark. Ihrem Treiben habe ich immer gelassen zugeschaut. Eher fand ich Ameisen interessant und ihre Fähigkeit sich in ihrem Kollektiv zu organisieren, bewunderte ich: In einem Ameisenbau hat jede Ameise ihre eigene Aufgabe und zusammen bilden sie ein komplexes System. Ameisen sind schon irgendwie ziemlich clever! Ziemlich clever, wie Sie nachfolgend noch sehen werden.

Denn der Spaß mit den Ameisen hörte auf, als ich eines morgens mehrere Ameisen im Haus, speziell in unserer Küche, vorfand. Sie hatten sich eine kleine Fugenritze zunutze gemacht und kamen nun vor allem nachts, um über unser Essen herzufallen.

Wie es dazu kam und wie ich die kleinen Biester letztendlich wieder erfolgreich losgeworden bin, erfahren Sie auf dieser Seite. Hier erfahren Sie, was gegen Ameisen wirklich hilft und wie Sie Ameisen am besten bekämpfen können. Ich habe einige Tipps ausprobiert, aber geholfen hat letztendlich nur ein einziger, den ich Ihnen am Ende der Seite verraten werde.

Gut gemeinte Tipps, die gegen Ameisen NICHT wirklich helfen

Essig-Essenz

Ameisen sollen auch keinen Essig mögen

Als die ersten Ameisen kamen, habe ich mir noch gar nicht so die Sorgen gemacht. Es waren ein paar wenige, die ich einfach mit dem Finger beseitigte. Doch 2-3 Tage später, waren es nicht mehr nur ein paar, sondern eine ganze Straße hatte sich quer durch die Küche in unserem Haus gebildet. Die Ameisen krabbelten überall herum, vor allem auf Arbeitsplatte in der Küche und suchten dort begierig nach Essensresten.

Da ich ein Mann der Tat bin, schaute ich direkt online nach guten Tipps, wie man Ameisen im Haus am besten bekämpft. Wie sich letztendlich rausstellte, half keiner der nachfolgenden Tipps:

  • Ameisen mögen keinen Zimt: Ich schüttete vor den Zugang also eine ganze Menge Zimtpulver in der Hoffnung, dass die Ameisen nicht mehr in unsere Küche krabbeln würden. Leider hat das absolut gar nicht geholfen. Die Ameisen sind ungeniert einfach über das Zimtpulver gekrabbelt und haben sich davon nicht abhalten lassen.
  • Ameisen verabscheuen Essig: Ameisen können angeblich den Geruch von Essig nicht leiden. Ich habe daher pures Essig genommen und schön den Boden vor dem Zugang sowie die komplette Ameisenstraße entlang alles mit purem Essig abgewischt. Der Gedanke war, dass sich die Ameisen zum einen davon ekeln würden und zum anderen der Geruch des Essigs so stark wäre, dass sie gar nicht mehr ihre eigene Ameisenstraße riechen würden. Leider hat das die Ameisen aber gar nicht interessiert. Wie eh und je sind sie einfach weiter aus der Ritze am Boden rausgekrabbelt und dem üblichen Weg, der ja wohlgemerkt mit purem Essig ausgewischt war, gefolgt. Hat die Ameisen gar nicht gejuckt!

Da die Ameisen vor allem Nachts aus der Ritze krochen, habe ich also diese Mittel gegen Ameisen alle getestet. Denn eigentlich bin ich dagegen Tiere, und seien es auch nur kleine Ameisen, zu töten. Besser wäre es doch diese einfach mit den oben genannten Mitteln, die gegen Ameisen angeblich helfen sollen, zu vertreiben.

Doch leider hat keines der Mittel gegen Ameisen geholfen. Die Ameisen sind einfach über den Zimt sowie das Essig hinweg gekrabbelt, als ob gar nichts davon da wäre. Vielleicht haben sie sich auch wirklich geekelt vor dem Geruch, aber die Versuchung in die Küche zu krabbeln, um sich hier leckere Mahlzeiten zu holen, war dann wohl doch größer.

Die qualvolle Bekämpfung von Ameisen mit Backpulver

Backpulver gegen Ameisen

Backpulver soll angeblich gegen Ameisen wirken

An das gute alte Backpulver denken wahrscheinlich viele zuerst, wenn sie ein Problem mit Ameisen im Haus haben. Denn Backpulver hat bekanntermaßen die Eigenschaft in Kombination mit Flüssigkeit aufzuschäumen.

Wenn Ameisen das Backpulver fressen, dann verenden sie qualvoll und platzen regelrecht auf. Das ist ein sehr schmerzvoller und grauenvoller Tod für die Ameisen und man sollte aus diesem Grund schon auf diese Methode verzichten.

Da aber die anderen Tipps nicht gegen die Ameisen geholfen haben, habe ich auch das ausprobiert und schön großflächig Backpulver verstreut. Und hat es geholfen?

Nein, denn die Ameisen sind einfach über das Backpulver hinweg gekrabbelt. Nicht eine Ameise hat das Backpulver gefressen. Die Ameisen hat es schlichtweg nicht interessiert.

Fazit zum Backpulver: Vergessen Sie das Backpulver, wenn Sie Ameisen in Ihrem Haus oder Ihrer Wohnung bekämpfen wollen!

Weitere bekannte Tipps, die ich nicht ausprobiert habe

Ich möchte Ihnen nicht vorenthalten, dass ich nicht alle Tipps ausprobiert habe. Das lag zum einen daran, dass manche einfach nicht auf unsere Situation zugeschnitten waren, zum anderen aber auch daran, dass ich die entsprechenden Mittel, die angeblich gegen Ameisen helfen sollen, nicht im Haus vorrätig hatte. Und da die anderen „tollen“ Tipps schon nicht geholfen haben, habe ich mir ätherische Öle und dergleichen erspart.

Ich möchte Ihnen diese Tipps, die gegebenenfalls auch gegen Ameisen helfen können, allerdings nicht vorenthalten:

  • Ameisen können umgesiedelt werden: Sofern Sie das Nest kennen, können Sie versuchen die Ameisen umzusiedeln. Hierfür füllt man einen Blumentopf mit Erde oder Holzwolle und stellt diesen umgekehrt auf das Nest. Nach einer Weile sollten dann die Ameisen in den Blumentopf umgesiedelt sein. Dann können Sie den Blumentopf mit einem Spaten einfach nehmen und die Ameisen ganz einfach umsiedeln. Da die Ameisen in unserem Fall allerdings von irgendwo aus einer Fugenritze im Haus kamen und wir nicht wussten, wo das Nest ist, konnten wir die Ameisen leider nicht umsiedeln. Insofern konnte ich diesen Tipp leider nicht testen.
  • Kreide soll Ameisen abhalten: Ameisen mögen keine Kreide. Ich habe auch schon einige Bilder im Internet gefunden, wo das eindrucksvoll zu sehen ist. Nach Möglichkeit kann man das also auch in seinem Haus oder der Wohnung testen. In unserem Fall war leider auch das nicht möglich, da die Fugen leider überall Ritzen haben. Insofern ist dieser Tipp leider auch nicht immer praktikabel. Wahrscheinlich suchen sich die Ameisen dann einfach einen anderen Weg. Irgendwo finden Sie schon einen Ritz. Und vielleicht interessiert es die Ameisen auch gar nicht, wie beim Zimt oder dem Essig.
  • Ritzen und Zugänge abdichten: Natürlich ist es ideal, wenn Sie einfach alle Ritzen und Zugänge der Ameisen so abdichten, dass diese keinen Weg mehr in Ihr Haus oder Ihre Wohnung finden. Doch in der Praxis ist das nicht immer möglich. Um bei mir alle Fugen zu schließen, hätte ich unsere komplette Einbauküche ausbauen müssen.
  • Ätherische Kräuter sollen Ameisen verjagen: Bestimmte Kräuter sollen Ameisen in ihrer Orientierung stören und sie dadurch auf Dauer verjagen. Zu diesen Kräutern gehören beispielsweise Thymian, Zitronenkraut, Lavendel oder Wacholderblätter. Legt man diese Kräuter auf der Ameisenstraße aus, so soll es die Ameisen vertreiben. Wenn Sie daran glauben, können Sie es ja einmal probieren. Ich glaube da ehrlich gesagt nicht dran. Aber einen Versuch ist es wert. Sie können mir gern schreiben, wenn es geholfen hat die Ameisen aus Ihrem Haus zu vertreiben.

Was man vermeiden sollte, um Ameisen nicht unnötigerweise anzulocken

Ameisen mögen schattige Plätze. Wenn Sie also Ameisen nicht unnötig anlocken wollen, dann schauen Sie mal vor Ihrem Haus, ob es dort schattige Plätze gibt, die man vielleicht beseitigen könnte.

Bei unserem Haus gibt es ringsherum wie bei den meisten Häusern diese kleinen Kieselsteine. Diese sollen vermutlich gegen Regen helfen und eine gewisse Barriere zum Haus bilden. Fragen Sie mich nicht, ich bin leider kein Hausbau-Experte.

Aber wir hatten dort einige Dinge abgelegt. Hier lag ein Sack mit Erde, den wir dort zwischengelagert hatten. Vermutlich hat sich darunter das Ameisennest gebildet. Denn genau in dieser Höhe liegt auch unsere Küche und wahrscheinlich haben die Ameisen von draußen einen Weg in unser Haus gefunden und sind so in die Küche gelangt.

Sorgen Sie also auch dafür, dass die Ameisen gar nicht erst eine Möglichkeit bekommen ein Ameisennest aufzubauen. Entfernen Sie daher Gegenstände an Ihrem Haus, die einen schönen schattigen Ort und ideale Bedingungen für die Ameisen bieten.

Wissenswertes über Ameisen: Wussten Sie eigentlich schon…

Hier ein paar interessante Fakten über Ameisen:

  • Ameisen gibt es schon sehr lange, schätzungsweise über 100 Mio. Jahre
  • Ameisen gehören zu den eusozialen Insekten. Das heißt, dass sie sich in Staaten organisieren.
  • Ein Ameisenstaat kann aus einigen hundert oder gar mehreren millionen Ameisen bestehen.
  • Ameisen haben ein Kastensystem mit Arbeitsteilung, welches aus mindestens drei Kasten besteht: Arbeitern, geschlechtsreifen Weibchen (Königinnen) und Männchen.
  • Die geschlechtsreifen Weibchen und Männchen besitzen Flügel und dienen der Fortplanzung.
  • Die Männchen sterben nach nach der Paarung.
  • Die Weibchen verlieren ihre Flügel nach der Paarung und gründen eigene Ameisenstaaten oder kehren in ihren elterlichen Bau zurück.
  • Ein Ameisenstaat besteht fast nur aus Weibchen. Männchen sind sehr rar und dienen nur der Fortpflanzung.
  • Staaten mit nur einer Königin existieren üblicherweise auch nur solange die Königin lebt, da nur Königinnen fruchtbar sind.
  • Ein Ameisenstaat wird in den meisten Fällen durch nur eine Ameise (begattetes Weibchen) gegründet, indem sie einen geeigneten Platz sucht und dort ihre Eier ablegt.
  • Ameisen sind Nützlinge, da sie zur Lockerung der oberen Erdschichten beitragen, pflanzliche Überreste verwerten, Pflanzensamen verbreiten oder auch als Räuber die Bestände anderer Gliederfüßer minimieren.
  • Ursprünglicherweise ernährten sich Ameisen als Räuber von anderen Gliederfüßern.
  • Ergänzend ernähren sich mittlerweile viele Ameisen von zuckerhaltigen Stoffen. Hierzu zählen etwa die süßen Ausscheidungen anderer Lebewesen (bspw. die der Blattlaus) oder auch von zuckerhaltigen Speisen der Menschen.
  • Aus diesem Grund sollte man es vermeiden Speisereste im Haus stehen zu lassen, da diese Ameisen anlocken könnten.

Mitmachen: Ihre Hilfe ist erwünscht

Haben Sie weitere Tipps, die anderen Geplagten mit Ameisen im Haus helfen können? Dann helfen Sie mit und hinterlassen Sie einen Kommentar. Vielen Dank.